Der Weg, Kindertherapeut*in zu werden – und warum es nur so wenige gibt

In allen Kinderpraxen sind nicht nur die Wartezimmer sondern auch die Wartelisten mehr als voll, viele Menschen suchen nach Therapieplätzen für ihre Kinder und finden kaum welche – warum ist das so?

Kindertherapeut*in zu werden, ist ein langer und auch durchaus harter Weg: nach den bekannten drei Jahre Grundausbildung müssen erst zwei Jahre Berufserfahrung gesammelt werden und in dieser Wartezeit ist es wichtig, bereits ein bisschen Erfahrung mit Kindern gemacht zu haben. Erst mit Ablauf dieser zwei Jahre darf man mit der Fortbildung zur Kindertherapeut*in beginnen – in meinem Falle Bobath. Die Fortbildungszentren sind aber rar gesät und auch hier gibt es Wartelisten. Es ist also zu empfehlen, sich nicht erst nach Ablauf der zwei jahre Wartezeit auf einen Fortbildungsplatz zu bewerben.

Und die eigentliche Fortbildung ist intensiv: ein halbes Jahr, berufsbegleitend, viiieel lernen und ja, auch eine hohe finanzielle Aufwendung.

Nun wird vielleicht auch klar, warum manch junger Mensch am Beginn des Arbeitswegs sich gegen die Kindertherapie entscheidet. Man muss schon eine besondere Form des Druchhaltevermögens an den Tag legen, wenn man frisch aus der Ausbildung kommt, für den Kinderbereich brennt und dann erst einmal zwei Jahre lang „warten“ muss.

Der Weg mag steinig sein – aber er lohnt sich 😊